2020 werden vom Schweizerischen Bundesamt für Energie  zum elften Mal wettbewerbliche Ausschreibungen zum Stromsparen im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten durchgeführt. Die Resultate für die erste Ausschreibung 2020 für Projekte liegen vor: Elf Projekte erhalten insgesamt 4 Millionen Franken an Förderbeiträgen, um möglichst kostengünstig und nachhaltig Strom zu sparen. Die Anträge für die 3. Projektrunde 2020 können noch bis am 4. September 2020 eingereicht werden.

Für die erste wettbewerbliche Ausschreibung für Projekte 2020 sind bei der Geschäftsstelle ProKilowatt insgesamt 17 Projektangebote eingegangen. Von den zulässigen Projekten erhielten diejenigen mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis, das heisst mit der billigsten eingesparten Kilowattstunde, den Zuschlag. Die bewilligte Fördersumme der ersten Runde beträgt 4 Mio. CHF.

Das thematische Spektrum reicht vom Ersatz von gewerblichen Gefrier- und Kühlgeräten in Kioskfilialen, über die energetische Optimierung der Conchen (Fachbegriff für Knet- und Rührwerk in der Schokoladenproduktion) in einer Schokoladenfabrik bis hin zu Effizienzsteigerungen von elektrischen Antrieben und von Beleuchtungsanlagen.

3. Ausschreibungsrunde 2020 für Projekte läuft bereits

Im Ausschreibungsjahr 2020 werden erstmals drei anstatt wie bis anhin zwei Projekteingaberunden durchgeführt. Dadurch entstehen für die Antragssteller eine zusätzliche Eingabemöglichkeit sowie kürzere Wartefristen zwischen Projekteingabe und Förderentscheid. Die Eingabefrist für die 2. Projektrunde war der 24. April 2020. Die Anträge für die 3. Projektrunde können seit dem 25. April noch bis am 4. September 2020 eingereicht werden. Für die Abwicklung ist die Firma CimArk SA in Sion im Auftrag des Bundesamts für Energie verantwortlich.

Pro Jahr wird bereits so viel Strom eingespart wie 160’000 Haushalte verbrauchen

Mit dem Instrument der wettbewerblichen Ausschreibungen unterstützt der Bund Projekte und Programme zur Förderung der Effizienz im Strombereich, die möglichst kostengünstig zum sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten beitragen. Die Fördermittel werden über einen Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze finanziert.

Über die letzten zehn Jahre haben sich die wettbewerblichen Ausschreibungen zu einem sehr erfolgreichen Förderinstrument entwickelt: Über 600 Projekte und Programme mit einem Fördervolumen von rund 240 Mio. Franken konnten bis und mit 2019 unterstützt werden. Dadurch konnten rund 730 GWh Strom pro Jahr eingespart werden, was in etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 160’000 Haushalten entspricht. Alleine im 2019 konnten zusätzliche 10 Programme und 47 Projekte mit 31 Mio. Franken gefördert werden, wobei das über das gesamte 2019 betrachtete Kosten-Nutzen-Verhältnis inkl. Vollzugskosten bei 2.7 Rp./kWh liegt.

Quelle: www.admin.ch