Dreihundert ForscherInnen, fünf Jahre, 103 Projekte, 45 Mio. CHF. Das sind die Zahlen zum Nationalen Forschungsprogramm «Energiewende». Das Resultat: «Der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern und der Kernenergie ist bis 2050 möglich», so der Leiter des Programms, Hans-Rudolf Schalcher von der ETH.

Als Schlüsselfaktor wird die vermehrte Förderung der Photovoltaik herausgestrichen. Der Geothermie soll eine neue Chance gegeben werden und auch auf dem Bau sei vieles möglich, die Treibhausgasemissionen von Betonkonstruktionen müsse reduziert werden. Die ForscherInnen betonen, dass die Ziele mit Freiwilligkeit alleine nicht zu erreichen seien, es seien regulatorische Eingriffe erforderlich. Energieverteiler sollen flexible und dynamische Stromtarifmodelle entwickeln und einsetzen, die den Anreiz schaffen, den Stromverbrauch und die Energiekosten zu senken. Bezüglich Wasserkraft weisen die ForscherInnen darauf hin, dass das Gewässerschutzgesetz heute hinsichtlich der ökologischen Ziele unzureichend umgesetzt werde. Schalcher schätzt die Kosten auf rund 100 Milliarden CHF. Stehen und fallen werde die Transformation mit der Möglichkeit der Speicherung von Energie.

Quelle: St. Galler Tagblatt vom 15. Januar 2020