Die Erzeugung von grünem Wasserstoff aus Windstrom im GPJoule-Projekt eFarm brachte auch den deutschen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Landesenergiewendeminister Jan Philipp Albrecht zur Einweihung ins nordfriesische Bosbüll. Der beim Pilotprojekt eFarm eingesetzte Elektrolyseur ist das Ergebnis von 20 Jahren Forschung und Entwicklung der Wasserstoffexperten bei H-Tec Systems, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.
Die hochflexiblen Elektrolyseure seien perfekt für die dynamische Verfügbarkeit von erneuerbarem Strom, so Ove Petersen, CEO der Unternehmensgruppe GP Joule und Initiator des Projekts eFarm.Die Containerlösung der Elektrolyseure überzeuge ebenso wie das Preis-Leistungs-Verhältnis, welches zu minimalen Wasserstoff-Produktionskosten führe. Das Verbundprojekt eFarm wird insgesamt fünf Elektrolyseure einsetzen, die aus Trinkwasser und Strom jeweils bis zu 100 kg Wasserstoff am Tag gewinnen können, bei einer Nominallast von je 225 kW. Das Mobilitätsprojekt eFarm wird künftig über zwei Tankstellen dem öffentlichen Nahverkehr und auch dem Individualverkehr Wasserstoff zur Verfügung stellen. «Die hier produzierte hohe Wasserstoffqualität ist ohne weitere Veredelung zum Betrieb von Brennstoffzellen-Fahrzeugen geeignet», erklärt Heinrich Gärtner, Geschäftsführer H-Tec. Die Abwärme aus dem Elektrolyseprozess wird ebenfalls genutzt. Sie fliesst bei eFarm in die regionale
Wärmeversorgung der Industrie und privater Haushalte. Damit erreicht das Gesamtsystem eine Effizienz von bis zu 95 Prozent.

Quelle: Erneuerbare Energien, Nr. 5/2020